Reisegeschichten - vorgestern wie übermorgen

von Annerose Lohberg-Goelz

Mallorca   I II III IV V


Die Blütenpracht der MandelbäumeMallorca

Es liegt auf der Hand, dass die Balearen heute vor allem deswegen so beliebt sind, weil man das ganze Jahr über dorthinfliegen und Traumferien mit Sonnengarantie erleben kann. Mallorca hat über fünf Millionen Touristen im Jahr, allein aus Deutschland kommen fast zweieinhalb Millionen. Einige tausend besitzen Häuser, leben und arbeiten hier - nicht immer zur Freude der Einheimischen, aber man hat sich arrangiert.

Man muss viel Geld mitbringen, um sich hier niederzulassen - das alltägliche Leben aber ist noch preiswert. Der neue Marmorflughafen ganz nahe bei Palma ist riesig, aber so perfekt durchorganisiert wie ein Bienenstock. Die Abfertigung funktioniert reibungslos. Pass oder Ausweis muss man weder beim Abflug noch bei der Ankunft vorweisen - Mallorca ist in der Tat fast das 17. deutsche Bundesland. Auch die allgegenwärtigen Baustellen und Kräne in den Aussenbezirken der Hauptstadt Palma erinnern an unsere Städte.

Aber sobald man sein in aller Regel äusserst komfortables Hotelzimmer bezogen hat, können unbeschwerte Ferien beginnen.

Wenn auch das Netz der Linienbusse gut ist und die Taxis wenig kosten, sollte man sich - zumindest für ein paar Tage - ein Auto mieten. Auch das ist preiswert. Eine Landkarte liegt im Wagen; auf diese Weise kann man darangehen, die lebhafte Küste und das oft ganz stille Hinterland zu erforschen. Das Strassennetz ist ausgezeichnet. Wie auch immer man unterwegs ist: Es gibt eine Menge zu entdecken.

Zunächst fällt die grosse Fruchtbarkeit der Insel auf. Da ist die bunte Blütenpracht der Mandelbäume im Februar; in den prallen Orangen- und Zitronenplantagen (die guten Navel-Orangen kommen von hier) wird im Mai oder Juni geerntet. Da sind die Olivenhaine mit ihren uralten riesigen Bäumen, die schon die Römer auf die Insel gebracht haben. Und überall dazwischen drehen sich die mallorquinischen "Norias". Das sind Wasserschöpfräder mit gewaltigen, oft segeltuchbespannten Flügeln, die einst die Insel - strategisch fein durchdacht - mit Wasser versorgten und fruchtbar hielten. Etliche funktionieren noch heute. Es gibt aber auch Getreide- und Ölmühlen; manche kann man besichtigen.

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